Cafe Miteinander  

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Das „Cafè Miteinander“ wurde im Frühsommer 2003 offiziell eröffnet. Anlässlich der Eröffnung hielt Hubert Hamacher, der Vorsitzende des Vereins Behinderten-Wohnzentrum eine kleine Ansprache. Hier noch einmal der Redetext, der die Entstehung und die Philosophie des „Café Miteinander“ deutlich werden lässt.


 

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  Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, Sie an diesem sonnigen Sonntag hier im Behinderten-Wohnzentrum Aachen begrüßen zu dürfen. Anlass für diese Feierstunde ist die Eröffnung des Stadtteilcafes "Cafe Miteinander".

Seit 24 Jahren, also mit Fertigstellung dieses Hauses, sind diese Räumlichkeiten gastronomisch genutzt worden. Hier wurde gegessen, gefeiert und diese Räume waren Drehscheibe der Kommunikation zwischen Hausbewohnern und externen Gästen. Ja diese Räume waren unzertrennbar mit der Philosophie des Hauses verbunden: nämlich behinderten Menschen trotz ihrer Handicaps ein Leben in selbstbestimmter Form zu ermöglichen.

Deshalb traf es uns alle sehr, als wir feststellen mussten, für diesen gastronomischen Betrieb gibt es keine wirtschaftlich vertretbare Grundlage mehr. Das AUS konnte nur sehr schwer an die Hausbewohner vermittelt werden.

..... aber da gab es die KAB Driescher Hof ...... so nach dem Motto .... lass es uns doch mal versuchen ... nein ... nicht als Gastwirte ..... sonder einfach als Gastgeber ............ die Idee Cafe Miteinander war plötzlich da ....

Der Vorstand des Vereins Behindertenwohnzentrum Aachen, für den ich an dieser Stelle spreche, musste sich nun den Kopf zerbrechen ..... geht das ? .... spinnen die ? .... schaffen die das?

... aber bekanntlich ist nichts beständiger als die Veränderung ......... es mussten einfach alternative Ideen und Taten her ...

Ein Zitat von Georg Christoph Lichtenberg verdeutlicht am ehesten den Punkt, an dem wir uns befanden
" Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird,
aber soviel kann ich sagen, es muß anders werden, wenn es gut werden soll ......."

Genauso haben auch die Gründer- und Erbauerköpfe dieses Wohnzentrums gedacht: Irene Jansen und Helmut Prösch. Wenn ihre Gedanken, angefangen von der Ursprungsidee bis zu den Details nicht diesem Denkprinzip entsprochen hätten, wären wir heute nicht in diesem wunderbaren Haus zusammengetroffen.

Deshalb wünschen wir unserem Partner, der KAB Driescher Hof für dieses Projekt sehr viel Erfolg und eine glückliche Hand. Wir wünschen uns von diesem Projekt kreative Ideen, neue Wege, keine langweilige Routine, sondern viel Power, viel Herz und Mut.

Für unser Haus ist der Partner KAB Driescher Hof ein Glücksfall: seit vielen Jahren ist diese Gruppe engagierter Menschen unserem Hause verbunden ... ich verweise in diesem Zusammenhang auf das seit Jahren stattfindende 14 tägige Frühstück, das nahezu schon Kultcharakter hat ... oder auch auf die Unterstützung bei Problemen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn diese Räume wieder Zentrum der Kommunikation würden; Kommunikation innerhalb des Hauses, Kommunikation mit Nachbarn, Kommunikation mit Bewohnern dieses Stadtteils, mit Alten und Jungen, mit Kranken und Gesunden ......

Kommunikation tut gut , Kommunikation ist Leben .... Kommunikation ist Freude! Reden und Lachen stärkt die Gesundheit und die Lebensfreude .....

Deshalb möchte ich meinen Vortrag mit einem Zitat aus dem Jahre 1650 von Thomas Sydenham schliessen .....

" Die Ankunft eines Clowns ist für die Gesundheit der Stadt wertvoller, als dreißig mit Medikamenten beladene Esel"

Vielen Dank !
 
 

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